Die
Siu Lum (Shaolin) Tempel waren vor
Jahrhunderten Chinas Zentrum des Buddhismus, in denen Kung Fu gelernt
wurde.
Vor ca. 200 Jahren, zur Zeit der Ching Dynastie,
bestand die damalige
Regierung aus Mongolen und Chinesen.
Die Siu Lum Tempel waren zu
dieser Zeit sehr reich und zudem Stützpunkt der Revolutionäre
gegen die
herrschenden Manchus.
Der Geburtsort des Choy Lay Fut ist in dem Fatsan
Bezirk der Provinz GwongZhau (Kanton), China.
Chan Heung-Gung
war ein Lehrer der Kampfkunst und unterrichtete den Chan Klan in dem
Dorf King
Mui des San Wui Bezirks.
Eines Tages kam ein junger begeisteter Kampfkünstler mit dem
Namen Jeung Yim
zu ihm. Jeung Yim brauchte eine vorläufige Unterkunft und Chan
Heung nahm in
auf. Es wird erzählt, dass Chan Heung ihm insgeheim die
Techniken vom Choy
und Lay Gar Kung Fu vermittelte. Die strengen
traditionellen Klanregeln
aber verboten es aussenstehende Personen zu unterrichten.
Als die Dorfältesten das Geheimnis Jahre
später lüfteten, musste Chan Heung seinen
Schüler Jeung Yim wegschicken. Er gab
Jeung Yim ein Empfehlungsschreiben mit, den er einem Mönch mit
dem Namen Ching
Cho (Grüner Grass Mönch) auf dem Berg Bak
Pai geben sollte. Der
Mönche akzeptierte Jeung Yim als seinen Schüler.
Jeung Yim meisterte nicht nur die Shaolin
Handflächen Techniken, sondern
erhielt auch von dem Mönch das Wissen der
Kräutermedizin. Bevor er den Mönch
wieder verliess, bekam er einen Decknamen.
Er wurde
seitdem als Jeung
Hung-Sing
bekannt - mit der Bedeutung das die
“Hung” Moon (Hung Moon - eine
Triadenorganisation zu
dieser Zeit) gegen die Ching Regierung siegen würde. Sieg
bedeutet “Sing”.
Bei seiner
Rückkehr in das Dorf, schüchterte Jeung
Hung-Sing
die Dorfbewohner mit seinen Fähigkeiten ein und wurde von Chan
Heung
warmherzig empfangen. Jeung Hung-Sing bedankte sich
bei seinem
Lehrer.
Die
Gründung der Fatsan Hung Sing Schule
Der Name Jeung
Hung-Sing wurde
gleichbedeutend zum Choy Lay Fut Kung Fu. Die erste
Hung Sing Schule
wurde 1839 von Jeung Hung-Sing in Futsan,
GwongZhau Provinz,
gegründet. Unter seinen Schülern waren Chan
Ngau-Sing, Lei Yan, Tam Lap, Lui
Chan und viele andere.
Als diese Kampfkunst große Anerkennung erlang, gab es bald
mehr als zwölf Hung
Sing Schulen in dem Fatsan Bezirk. Die
Popularität dieser Kampfkunst
weitete sich bald auf andere Bezirke und Städte aus. Viele
Kampfkünstler von
anderen Schule kamen um Jeung Hung-Sing zum Kampf herauszufordern. Sie
wurden
alle besiegt. Einige wurden seine Schüler; andere gingen mit
blauen Flecken und
verletzten Ego nach Hause.
Der
Tod von Jeung Hung-Sing
Die
Popularität des Choy Lay Fut verfinsterte
die Namen der vielen anderen Kampfkunst Schulen in GuangDung (Kanton).
Es
verursachte viel Missmut bei den Kampfkünstlern der anderen
Schulen, da es
ihren Lebensstandard beeinträchtigte.
Eines Tages wurde Jeung Hung-Sing von einer Gruppe bewaffneter
Männer
überfallen, als er am Pier ein Schiff betreten wollte. Er
erkannte einige
Kampfkünstler, die er vorher besiegt hatte. Ein wilder Kampf
begann und Jeung
benutzte seinen Regenschirm als Waffe. Drei Angreifer starben und
einige wurden
verwundet, der Rest flüchtete. Jeung Hung-Sing wurde auch
schwer verletzt und
erreichte noch die Futsan Hung Sing Schule. Kurz darauf starb er an
seinen
Verletzungen.
Die
Verbreitung des Choy Lay Fut
Chan
Ngau-Sing
und der Rest von Jeungs Schülern
randalierten in Fatsan, auf der Suche nach den Mördern. Jene
die dafür
verantwortlich waren, versteckten sich in ihrer Verzweiflung, andere
suchten.
Schutz bei
der Manchu Regierung. Daraufhin vermuteten die
Manchus, dass die Fatsan Hung Sing Schule eine Zufluchtsstätte
für Gegner der
Regierung waren. Das führte zu einer Reduzierung von Choy Lay
Fut Schülern und
der Schließung der Fatsan Hung Sing Schule.
Jeungs
Schüler zerstreuten sich
und verbreiteten erfolgreich das Choy Lay Fut Kung Fu in China und
Südostasien.
Heutzutage ist das Choy Lay Fut Kung Fu mit einer
der erfolgreichsten
Kung Fu Stile in Südost Asien, Nord-
und Südamerika und Europa.
Die
letzten Lebensjahre Chan Heungs
Chan Heung
mußte viele
Herausforderungen in seinem Leben annehmen, er wurde aber nie besiegt.
Er half
bei dem Aufbau der Armee, die an dem Opium Krieg
gegen die Briten (1841/1842)
teilnahm. Er half den Rebellen der Anti-Manchu
“Tai Ping”
Untergrundbewegung. Als sie aber besiegt wurden, mußte Chan
Heung wegen einer
Anklage der korrupten Regierung ins Exil gehen. Er lebte in Singapur,
Malaysia
und Hong Kong und war einer der ersten Kung Fu
Meister, die in die U.S.A.
ankamen. Das war 1869.
Im Jahr 1873 entschloß sich Chan Heung in
seine Heimatstadt
zurückzukehren. Als Chan Heung in Lau Fu ankam, hoffte er noch
seinen Meister
Choy Fook anzutreffen, der aber schon verstorben war. Er entschloss
sich alle
seine Erfahrungen und Wissen zu sammeln und schrieb ein Buch
über das Choy Lay
Fut Kung Fu.
Chan Heung verließ diese Welt am 20.August, 1875.
Sein Grabstein steht
in King Mui und viele Choy Lay Fut Schüler aus der ganzen Welt
kommen um sein
Grab zu besuchen und ihm Respekt zu erweisen, dem Vater des
Choy Lay Fut
Kung Fu.